Termine

Geschichte im Gewölbekeller 

 

Ein Vortrag des Archivs im Rhein-Kreis Neuss in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Dormagen e.V.

 

 

Zwischen Emanzipation und Vernichtung
- Zur Geschichte der Dormagener Juden im 19. und 20. Jahrhundert 

Mittwoch, 15.11.2017, um 19.00 Uhr
Ein Vortrag von Heinz Pankalla
 

Der zweite und abschließende Vortrag greift die im ersten Teil (Vortrag vom 19.01.2016) herausgearbeiteten Stereotypen "Gottes- und Ritualmord", "Hostienschändung", "Pest und Brunnenvergiftung" und "Wucher und Betrug" auf. Er zeigt, wie sich unter den Bedingungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Gleichstellung der Juden im 19. Jahrhundert einerseits und den aufkommenden rassistischen Lehren von Joseph Arthur de Gobineau und Houston Stewart Chamberlain andererseits eine neue Qualität der Antisemitismus herausbildete.

 

Lokale Auswirkungen der Emanzipation werden zunächst in der Siedlungsgeschichte und der sozialen Struktur der jüdischen Gemeinde herausgearbeitet. Danach werden die verschiedenen Phasen der Verfolgung im Dritten Reich veranschaulicht. Abschließend wird am Beispiel der Lebensgeschichte des Dormagener Wissenschaftlers Prof. Dr. O. Gans geschildert, welche konkreten Auswirkungen diese Entwicklungen auf das Leben eines jüdischen Menschen hatten. Der Vortrag schließt mit der Fragestellung: "Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit heute".

 

Heinz Pankalla leitete viele Jahre lang das Dormagener Stadtarchiv. Er ist ein ausgewiesener Experte der Ortsgeschichte, die er in zahlreichen Beiträgen aufgearbeitet hat.

 

Die Veranstaltung ist kostenlos.

 

Veranstaltungsort:

Kulturzentrum Zons
Nordhalle

Schloßstraße 1

41541 Dormagen - Zons